Polarix entdeckt eine neue Insel auf Svalbard – die eigentlich schon da war

Polarix entdeckt eine neue Insel auf Svalbard – die eigentlich schon da war

„Schau noch einmal ganz genau.“

Ich bin Polarix. Bei uns auf Svalbard kann sich eine Landschaft verändern, ohne dass sie dabei viel Lärm macht.

Im September meldete das Norwegische Polarinstitut eine neu entdeckte Insel an der Austfonna.

Ich schaue auf das Wasser.

„Neu entstanden?“

Nicht ganz.

Die Insel war vorher mit dem Land verbunden

Die kleine felsige Fläche war schon da. Sie wirkte aber nicht wie eine eigene Insel, weil ein Gletscher sie mit dem Land verband.

Ein Gletscher ist eine sehr große Masse aus Eis, die über lange Zeit aus Schnee entsteht und sich langsam bewegt.

Die Austfonna auf Nordaustlandet gehört zu den großen Eiskappen Svalbards.

Als sich das Gletschereis zurückzog, öffnete sich zwischen dem Felsen und dem übrigen Land ein schmaler Wasserweg.

So wurde sichtbar: Hier liegt nun eine eigenständige Insel.

Was ist eine Meerenge?

Das Norwegische Polarinstitut beschreibt, dass sich eine Meerenge – also ein schmaler Wasserweg zwischen zwei Landflächen – geöffnet hat.

Auf Deutsch sagt man meist Meerenge oder Straße.

Vorher lag dort Eis. Jetzt liegt zwischen den Felsen Wasser.

Die Insel ist ungefähr so groß wie der Frognerpark in Oslo. Forschende bemerkten sie zuerst auf Satellitenbildern aus dem Sommer.

Satelliten sehen Veränderungen von oben

Ein Satellit ist ein Gerät, das die Erde im Weltraum umkreist. Manche Satelliten fotografieren regelmäßig dieselben Gebiete.

Vergleicht man solche Bilder miteinander, kann man erkennen, wenn sich Küsten, Gletscher oder Meereis verändern.

Für Forschende sind diese Bilder deshalb wie sehr große, sehr genaue Beobachtungsfenster.

Ich schaue noch einmal über das Wasser.

„Manche Veränderungen beginnen ganz leise.“

Und manchmal braucht es ein Bild aus dem Weltall, damit wir sie überhaupt bemerken.


Quelle:
Norsk Polarinstitutt – Ny øy oppdaget på Svalbard, 04.09.2026