Blubb Blubb! Das Watt sieht bei Ebbe manchmal ziemlich leer aus. Aber leer? Von wegen! 🌊🐢
Wenn Du genauer hinschaust, entdeckst Du plötzlich kleine Löcher, Kringel im Sand, winzige Häufchen, Muschelschalen und Wasserpfützen.
Und auf einmal sieht der scheinbar leere Boden überhaupt nicht mehr leer aus.
🪱 Wer wohnt denn da unten?
Das Wattenmeer gehört zu den biologisch besonders produktiven Lebensräumen der Erde.
Ein großer Teil seiner Bewohner versteckt sich im oder auf dem Boden. Würmer leben in Gängen unter der Oberfläche, Muscheln sitzen im Sediment oder bilden ganze Muschelbänke, Schlickkrebse und andere kleine Krebstiere graben sich ein.
In zurückbleibenden Wasserpfützen können Garnelen, kleine Krebse oder Seesterne auftauchen.
Visit Wadden beschreibt sogar, dass in einem einzigen Quadratmeter Wattboden Zehntausende Würmer und Schalentiere leben können.
🐦 Eine riesige Futterstation für Vögel
Genau diese kleinen Tiere sind ein Grund dafür, warum das Wattenmeer für Vögel so wichtig ist.
Wenn das Wasser bei Ebbe zurückgeht, wird für sie ein riesiges Buffet freigelegt. Viele Zugvögel fressen sich hier Energiereserven für ihre langen Reisen an.
Die UNESCO nennt beeindruckende Zahlen: Bis zu 6,1 Millionen Vögel können gleichzeitig im Wattenmeer sein. Im Durchschnitt ziehen jedes Jahr etwa 10 bis 12 Millionen Vögel durch das Welterbe.
Und bei Flut? Dann verändert sich die Welt wieder. Viele Wattflächen werden überspült und dienen Fischen, Krebsen und Garnelen als Nahrungs- und Aufwuchsgebiet.
🔎 Finis Watt-Detektiv-Auftrag
Du musst kein Tier ausgraben, um seine Anwesenheit zu entdecken.
Such lieber nach Spuren:
kleine Löcher,
Sandhäufchen,
Muschelschalen,
Fußabdrücke von Vögeln
oder winzige Rinnen im Boden.
Welche Spur könnte von welchem Tier stammen?
Lebende Tiere bleiben dort, wo sie sind, und Muschelbänke betreten wir nicht. Die beste Wattforschung beginnt mit den Augen.
Welche Wattspur würdest Du am liebsten mit einer Lupe untersuchen?
Dein Fini Flosse 🌊🐢