Ahoi! Stellt Euch vor: Tief unten in der Ostsee liegen Schiffe, die seit Jahrhunderten nicht mehr über das Meer gefahren sind. Und Forschende haben dort jetzt sogar eine alte Schiffsglocke und eine Kanone untersucht. ⚓🔔
Vor Rügen liegen zwei schwedische Schiffswracks aus dem 18. Jahrhundert. Sie heißen „Postillion“ und „Cecilie“.
Gefunden wurden die Wracks schon vor einigen Jahren. Doch erst jetzt haben Unterwasserarchäologen aus Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit Fachleuten des Vrak-Museums in Stockholm die Schiffe besonders gründlich untersucht.
🌊 Was findet man nach so langer Zeit noch unter Wasser?
Erstaunlich viel.
An den Wracks konnten die Forschenden unter anderem eine Kanone und eine Schiffsglocke dokumentieren.
Für mich als Kapitän ist so eine Glocke natürlich besonders spannend. Auf alten Schiffen gehörten Glocken zum Leben an Bord. Sie konnten Signale geben und halfen dabei, den Alltag auf dem Schiff zu ordnen.
Heute ist so ein Fund aber vor allem ein Stück Geschichte. Er kann Forschenden helfen herauszufinden, wie ein Schiff gebaut war, wie Menschen an Bord lebten und was damals auf See geschah.
🔎 Keine Schatzsuche wie im Piratenfilm
Unterwasserarchäologie bedeutet nicht: hinuntertauchen, etwas Glitzerndes finden und schnell mitnehmen.
Fachleute schauen sehr genau hin, fotografieren und untersuchen die Fundstellen. Denn auch dort, wo ein Gegenstand liegt, kann eine wichtige Spur stecken.
Ein altes Schiffswrack ist deshalb ein bisschen wie ein Geschichtsbuch auf dem Meeresgrund – nur dass die Seiten aus Holz, Metall und vielen kleinen Spuren bestehen.
⚓ Kapitän Möwes Logbuchfrage
Was würdest Du bei einem alten Wrack zuerst entdecken wollen?
Die Schiffsglocke?
Die Kanone?
Oder würdest Du lieber herausfinden, wie das Schiff früher ausgesehen hat?
Ich würde natürlich zuerst nachsehen, ob das Logbuch noch irgendwo steckt. Ein Kapitän muss schließlich wissen, was passiert ist. 😉
Euer Kapitän Möwe ⚓🪶
Quelle: NDR: Kanone und Glocke aus Schiffswracks vor Rügen gefunden